Dentoalveoläre Chirurgie/​Oralchirurgie

Die dentoalveoläre Chirurgie umfasst operative Eingriffe an Zähnen, Zahnwurzeln und Kieferknochen. Mit präziser OP-Technik und schonenden Verfahren sorgen wir für eine sichere, individuell abgestimmte Behandlung.

Weisheitszahn­entfernung

Die Entfernung von Weisheitszähnen, auch als dritte Molaren bezeichnet, ist ein häufig durchgeführter chirurgischer Eingriff. Sie kann notwendig werden, wenn Platzmangel besteht oder Weisheitszähne Schmerzen, Entzündungen, Verschiebungen benachbarter Zähne oder andere Beschwerden verursachen.

Vor dem Eingriff erfolgt eine sorgfältige Diagnostik, in der Regel mittels Röntgenaufnahmen, um Lage und Entwicklung der Weisheitszähne genau zu beurteilen. Die Entfernung erfolgt je nach individueller Situation unter lokaler Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose und wird dabei möglichst schonend durchgeführt.

Eine strukturierte Nachsorge ist entscheidend für einen komplikationsarmen Heilungsverlauf. Leichte Schwellungen und Schmerzen nach dem Eingriff sind normal und klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Durch das Befolgen unserer Verhaltenshinweise, wie das Vermeiden von Rauchen und das Einhalten einer angepassten Ernährung, kann die Heilung gezielt unterstützt werden.

Unser erfahrenes Team begleitet Sie von der Beratung bis zur Nachsorge und sorgt für eine sichere, gut planbare und möglichst angenehme Behandlung.


Wurzelspitzen­resektion

Die Wurzelspitzenresektion ist ein bewährtes chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Entzündungen im Bereich der Zahnwurzel, wenn eine herkömmliche Wurzelkanalbehandlung nicht ausreichend wirksam ist. Ziel des Eingriffs ist es, den natürlichen Zahn zu erhalten und Beschwerden dauerhaft zu lindern.

Im Rahmen der Behandlung wird die entzündete Wurzelspitze schonend entfernt. Ein wesentlicher Bestandteil des Eingriffs ist die sogenannte retrograde Wurzelfüllung, bei der das Wurzelkanalsystem von der Wurzelspitze aus dicht verschlossen wird. Dadurch wird das erneute Eindringen von Bakterien verhindert und die Heilung gezielt unterstützt.

Die Wurzelspitzenresektion stellt eine zahnerhaltende Alternative zur Zahnextraktion dar und ist besonders dann sinnvoll, wenn andere endodontische Maßnahmen keine ausreichende Erfolgsaussicht bieten. Der Eingriff erfolgt in der Regel minimalinvasiv, ist gut verträglich und mit einer vergleichsweise kurzen Erholungszeit verbunden.

Mit moderner OP-Technik und langjähriger chirurgischer Erfahrung führen wir Wurzelspitzenresektionen sicher und präzise durch. Gerne beraten wir Sie persönlich und prüfen, ob dieses Verfahren für Ihre individuelle Situation geeignet ist.


Chirurgische Zahnentfernung

Eine chirurgische Zahnentfernung kann notwendig werden, wenn ein Zahn aufgrund von Wurzelveränderungen, ungünstiger Lage oder starker Zerstörung nicht auf herkömmliche Weise entfernt werden kann. Ziel des Eingriffs ist es, Beschwerden zu beseitigen und die Gesundheit des umliegenden Gewebes zu erhalten. 

Der Eingriff wird sorgfältig geplant und erfolgt je nach individueller Situation unter örtlicher Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose. Durch eine präzise und schonende Vorgehensweise wird der betroffene Zahn sicher entfernt, während umliegende Strukturen möglichst geschont werden.

Nach der Operation begleiten wir den Heilungsverlauf engmaschig und geben Ihnen klare Hinweise zur Nachsorge, um eine komplikationsarme Wundheilung zu unterstützen. Mit moderner OP-Technik und chirurgischer Erfahrung sorgen wir für eine sichere, gut planbare und möglichst angenehme Behandlung


Medikamenteninduzierte Kiefernekrose (MRONJ)

Die medikamenteninduzierte Kiefernekrose (MRONJ), früher auch als Bisphosphonat assoziierte Kiefernekrose (BRONJ) bezeichnet, ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung. Sie kann im Zusammenhang mit der Einnahme von knochenstoffwechselbeeinflussenden Medikamenten auftreten, wie etwa Bisphosphonaten oder anderen Antiresorptiva. Diese Arzneimittel werden unter anderem zur Behandlung von Osteoporose oder bei Knochenmetastasen eingesetzt. 

MRONJ ist durch das Absterben von Kieferknochen gekennzeichnet und kann sich durch Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen, Wundheilungsstörungen oder freiliegenden Knochen im Mund äußern. Nicht alle Patient:innen, die entsprechende Medikamente einnehmen, entwickeln eine Kiefernekrose. Das Risiko steigt jedoch bei langfristiger Therapie, höheren Dosierungen sowie nach chirurgischen Eingriffen im Kieferbereich. 

Eine konsequente Prävention ist von großer Bedeutung. Eine gute Mundhygiene sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen tragen wesentlich dazu bei, das Risiko zu reduzieren. Bei Verdacht auf eine MRONJ sind eine frühzeitige Diagnostik und eine gezielte Behandlung entscheidend für den weiteren Verlauf. 

Unsere Praxisklinik verfügt über Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung der medikamenteninduzierten Kiefernekrose. In enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Haus- oder Fachärzt:innen entwickeln wir individuelle Therapiekonzepte, um eine bestmögliche und sichere Versorgung zu gewährleisten. Gerne beraten wir Sie persönlich bei Fragen oder bestehenden Bedenken.


Mund­schleimhaut­erkrankungen

Die Mundschleimhaut schützt den Mundraum und das darunterliegende Gewebe vor Verletzungen und Infektionen. Dennoch können sich dort verschiedene Veränderungen oder Erkrankungen entwickeln. Diese reichen von harmlosen Beschwerden bis hin zu ernsthaften Erkrankungen, die frühzeitig erkannt werden sollten. 

Häufig treten gutartige Veränderungen wie Aphthen oder Fieberbläschen auf. Diese sind meist schmerzhaft, aber in der Regel ungefährlich und heilen nach kurzer Zeit von selbst ab. 

Auch Entzündungen der Mundschleimhaut kommen häufig vor. Sie können durch Infektionen, Reizungen, Allergien oder kleine Verletzungen entstehen und äußern sich durch Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen. Mit der richtigen Behandlung bessern sich diese Beschwerden meist schnell.

Es gibt jedoch auch seltenere, chronische Erkrankungen der Mundschleimhaut, die eine genauere Abklärung erfordern. Dazu gehören zum Beispiel autoimmunbedingte Erkrankungen wie Lichen planus. Ebenso können bösartige Veränderungen im Mundraum auftreten. Eine frühzeitige Untersuchung ist hier besonders wichtig, da sie die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. 

Wenn Sie Veränderungen, Schmerzen oder nicht heilende Stellen in der Mundhöhle bemerken, sprechen Sie uns bitte an. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen, untersuchen sorgfältig und beraten Sie verständlich und individuell – für Ihre Sicherheit und Ihre Mundgesundheit. 


Kieferhöhlen­erkrankung

Kieferhöhlenerkrankungen können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig stehen sie in Zusammenhang mit entzündeten Zähnen oder Zahnwurzeln im Oberkiefer. Die Kieferhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume oberhalb des Oberkiefers. Greifen Entzündungen von Zähnen oder deren Wurzeln auf die Kieferhöhle über, kann es dort zu einer Entzündung kommen. In diesem Fall spricht man von einer sogenannten odontogenen Kieferhöhlenerkrankung. 

Typische Beschwerden sind anhaltende Schmerzen im Gesichtsbereich, ein Druckgefühl in den Wangen, Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase, eitriger Nasenausfluss oder eine verminderte Geruchswahrnehmung. Diese Symptome sollten ernst genommen werden, da unbehandelte Kieferhöhlenerkrankungen zu anhaltenden Beschwerden oder weiteren Komplikationen führen können. 

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Ausmaß der Erkrankung. Je nach Befund können medikamentöse Maßnahmen wie abschwellende Präparate oder Antibiotika sinnvoll sein. In anderen Fällen ist eine gezielte Behandlung der ursächlichen Zähne oder ein chirurgischer Eingriff erforderlich, um die Entzündung dauerhaft zu beseitigen. 

Unser erfahrenes Team untersucht sorgfältig, ob eine Kieferhöhlenerkrankung vorliegt und ob diese zahnbedingt ist. Auf dieser Grundlage besprechen wir mit Ihnen verständlich und individuell die passende Behandlung. Wenn Sie Beschwerden haben, die auf eine Kieferhöhlenerkrankung hinweisen könnten, sind wir gerne für Sie da und beraten Sie umfassend. 


Traumatologie

Verletzungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich erfordern besondere Sorgfalt und fachliche Erfahrung. In der Traumatologie beschäftigen wir uns mit der Behandlung von Unfallverletzungen im Gesichtsbereich – schnell, präzise und mit dem Ziel, Funktion und Aussehen bestmöglich wiederherzustellen. 

Gesichtsverletzungen können durch unterschiedliche Ursachen entstehen, etwa durch Stürze, Verkehrsunfälle, Sportverletzungen oder Gewalteinwirkung. Sie reichen von Verletzungen der Zähne und des Kiefers über Frakturen bis hin zu Weichteilverletzungen im Gesicht. Solche Verletzungen können sowohl die Funktion – etwa das Kauen, Sprechen oder Atmen – als auch das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigen. 

Als Fachärzt:innen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie verfügen wir über die notwendige Erfahrung, um Verletzungen im Gesichtsbereich sorgfältig zu untersuchen und gezielt zu behandeln. Je nach Art und Schwere der Verletzung kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz – von der Versorgung von Weichteilverletzungen bis hin zur operativen Stabilisierung von Knochen. 

Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Heilung zu fördern und sowohl die Funktion als auch die natürliche Ästhetik wiederherzustellen. Gerade in Ausnahmesituationen stehen wir Ihnen mit Ruhe, Kompetenz und persönlicher Betreuung zur Seite. 

Wenn Sie nach einem Unfall oder einer Verletzung Beschwerden im Mund-, Kiefer oder Gesichtsbereich haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind für Sie da und helfen Ihnen zuverlässig weiter. 

Der erste Schritt

Bitte bringen Sie zu Ihrem ersten Termin den ausgefüllten Anamnese­bogen mit. Außerdem – sofern vorhanden – Ihre Überweisung, die Kranken­versicherungs­karte, aktuelle Röntgenbilder, Vorbefunde sowie eine Liste Ihrer Medikamente.

Falls Sie einen Termin nicht wahr­nehmen können, informieren Sie uns bitte so früh wie möglich – idealerweise mindestens 24 Stunden vorher. So können wir den Termin an andere Patient:innen weitergeben.